Vitamine und Ergänzungsfuttermittel für Hunde – gut und sinnvoll?
17.12.2021

Ein gesunder, normal ausgelasteter Hund ist mit einem hochwertigen Alleinfutter bestens versorgt. Darin stecken alle wichtigen Vitamine und Nährstoffe, die Ihre Fellnase braucht. Manchmal muss es aber auch ein bisschen mehr sein – bei Mangelerscheinungen, erhöhtem Stress, großer körperlicher Belastung, Rohfütterung oder nach einer Operation zum Beispiel. Dann können Ergänzungsfuttermittel für Ihren Hund sinnvoll sein, die ihm guttun, seinen Körper stärken und bei seiner Genesung helfen. Über die Notwendigkeit, Art und Dosierung der Nahrungsergänzungsmittel berät Sie am allerbesten Ihr Tierarzt.
Reichhaltiges Angebot: die gängigen Ergänzungsfuttermittel für Hunde
Ergänzungsmittel für Hunde werden dem Futter zur Stärkung und Unterstützung des Körpers und seiner Organe sowie zur Vorbeugung und Linderung von Beschwerden hinzugefügt. Zu den bekannten Wirkstoffen zählen neben lebenswichtigen Vitaminen unter anderem auch Bierhefe, wertvolle Proteine, essenzielle Fettsäuren, Kräuterextrakte und Fischöl. Es gibt die Präparate in Form von Tabletten, Tropfen, Flocken, Pasten, Pulver oder auch als Gel, die dem Hundefutter beigemengt werden. Ergänzungsfuttermittel reichern also das Futter mit den notwendigen Vitaminen, Ballast- oder Nährstoffen an. Es gibt beispielsweise Zusätze mit Vitamin B, Kalzium oder Magnesium für Hunde.
Weniger ist manchmal mehr: Ergänzungsfuttermittel für Hunde sinnvoll einsetzen
Für extrem aktive Hunde, sehr alte Vierbeiner, trächtige Hündinnen oder auch allergische Hunde können Ergänzungsfuttermittel ein wirksamer und gesunder Futterzusatz sein. Viel hilft dabei aber nicht immer auch viel. Im Gegenteil – eine Überdosierung zum Beispiel an Mineralstoffen oder anderen Zusatzstoffen kann Ihrem vierbeinigen Freund nachhaltig schaden. Nahrungsergänzungsmittel sollten deshalb nur bei Bedarf und streng nach Dosierungsanleitung gegeben werden. Im Zweifel sollten Sie mit Ihrem Tierarzt Rücksprache halten, welches Mittel im Einzelfall sinnvoll ist. Die Zusatzstoffe werden dann in der Regel nur über einen begrenzten Zeitraum verabreicht, bis die Mangelerscheinungen abgeklungen sind. Bei Rohfütterung, bei alten Hunden oder chronischen Erkrankungen (Herzerkrankungen, Nierenleiden, Allergien, Arthrose oder Ähnlichem) kann aber auch eine dauerhafte Gabe notwendig und sinnvoll sein.
Ergänzungsfuttermittel gibt es für:
- Mobilität und Vitalität
- Knochen
- Gelenke
- Magen
- Darm
- Haut und Fell
- Wohlbefinden
- Beruhigung
Hunde-Ernährung im Winter: wenn es doch etwas mehr sein darf
Auch im Winter hat ein Hund besondere Bedürfnisse. In der Kälte muss der Körper des Tieres mehr Energie aufbringen, um sich warmzuhalten. Dies hängt im Wesentlichen auch davon ab, wie die Fellbeschaffenheit des Hundes ist, wie viel Bewegung er bekommt und ob er drinnen oder draußen gehalten wird. Sie dürfen nun bei Bedarf ein wenig mehr Futter geben. Sollten die Spaziergänge aufgrund des kalten Wetters kürzer ausfallen, passen Sie bitte die Futtermenge der verminderten Bewegung an. Vergessen Sie aber nicht die regelmäßige Gewichtskontrolle einmal pro Woche. Auf diese Weise beugen Sie Untergewicht ebenso wie Übergewicht vor und können das Hundefutter entsprechend bemessen.
Die Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln stärkt die Abwehrkräfte Ihres Hundes im Winter und kann helfen, wenn er:
- oft raue und rissige Pfotenballen hat,
- vermehrt an Gelenkproblemen leidet,
- zu Durchfall neigt. Sprechen Sie in diesem Fall unbedingt mit Ihrem Tierarzt
Durch gezielte Ernährung mit geeignetem Hundefutter können Sie Ihren Hund auch beim Fellwechsel unterstützen. Er braucht nun:
- Hochwertige Proteinquellen für die Produktion von Keratin, einem Bestandteil der Haare,
- B-Vitamine,
- Zink,
- Biotin,
- Hoch ungesättigte Fettsäuren (zum Beispiel Lachsöl).